Tropico 6

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Am Anfang war die Kokosnuss

Auch in Tropico 6 gibt es wieder die bekannten Epochen Kolonialzeit, Weltkriege, Kalter Krieg und Neuzeit. Mit jedem neuen Zeitalter steigen die außenpolitischen Herausforderungen. Schlägt man sich zu Beginn bloß mit Kokosnuss-Anliegen der britischen Kolonialherren herum, so muss später zwischen den Forderungen von bis zu fünf verschiedenen Großmächten balanciert werden. Bei zu einseitigen Handelsbeziehungen droht schon mal eine See-Blockade oder Angriff des beleidigten Ex-Partners.

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Make Tropico Great Again

Mit steigender Spielzeit gilt es nicht nur die außenpolitischen Partner in Schach zu halten, sondern auch die verschiedenen innenpolitischen Gruppen des Inselstaates. Auch hier gilt die Devise des Ausgleichs, wenn man nicht prompt abgewählt werden möchte. Seid ihr allerdings Anhänger der harten Erziehung, so können Wahlen auch manipuliert oder sogar ganz abgeschafft werden. Da den Tropicanern solch eine Entmündigung aber ganz und gar nicht gefällt, sollte stets eine überzeugungsfähige “Friedenstruppe” bereit stehen.

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El Presidente braucht mehr Platz

Neben den altbekannten Aspekten der Tropico-Reihe, haben auch einige Neuerungen ihren Weg über das Meer gefunden. In der nun allgemein deutlich größeren Spielwelt darf El Presidente seine Macht nun über mehrere Inseln ausdehnen. Dies ist auch zwingend nötig, weil die Hauptinsel meist nicht mit allen benötigten Rohstoffen gesegnet wurde. Damit dem Aufstieg der Bananenrepublik nichts im Wege steht, müssen diese Inseln mit Brücken oder Häfen an das Transportnetz angeschlossen werden.

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Hey, psst! Brauchst du ein Brandenburger Tor?

Nicht nur die Welt ist größer geworden, sondern auch die kriminellen Möglichkeiten unseres Lieblings-Diktators. Mit Hilfe des Broker wird das nun endlich nützliche Schweizer Bankkonto angezapft, um beispielsweise unliebsame Aufgaben von bereits verärgerten Fraktionen abgeben zu können, die Finanzen aufzubessern oder auch Blaupausen ohne die nötige Forschung zu erwerben. Des Weiteren könnt ihr nun auch Piraten damit beauftragen, auf Plündertour zu gehen und Rohstoffe, Geld oder auch einfach mal das Brandenburger Tor zu klauen.

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Strategiespiel mit Controller? Pfui!

Sicherlich ist die Navigation mit einer Maus deutlich leichter, doch scheinen sich die Entwickler diesbezüglich wirklich Gedanken gemacht zu haben. Anstelle von anklickbaren Symbolen tritt ein aufrufbares Kreismenü, in welchem der Spieler auf alle benötigten Spielinhalte zugreifen kann (Gebäude, Verordnungen, Handel etc.). Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase läuft die Bedienung mit dem Controller flüssig von der Hand – weitaus besser als noch im Vorgänger. Das gezielte Anklicken von Personen oder Gebäuden kann trotzdem noch zur Tortur werden.

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Kulturelle Eigenheiten Tropicos

Auch Tropico 6 leidet noch immer unter unnötigen Umständlichkeiten. Hierbei wäre das Straßenbau-Tool zu erwähnen, welches stets die dümmstmöglichen Straßenverläufe anbietet und oftmals bloß durch kleinschrittige Anweisungen gebändigt werden kann. Des Weiteren scheinen Tropicaner lieber in Wellblechhütten zu leben, als mit ihren gefüllten Taschen das 100 Meter entfernte Luxusappartement zu beziehen. Auch die Flut an recht simplen Aufgaben stört mit der Zeit ein wenig, da diese eher zur Unübersichtlichkeit als zur Herausforderung beitragen.

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Fazit

Tropico 6 bietet bekannte und gut eingespielte Aspekte aus den Vorgängern und erweitert diese gekonnt um neue Spielmechaniken, ohne das spaßige Grundgerüst der Bananenrepublik-Simulation aufzuweichen. Die durchdachte Controller-Führung zeigt, dass der Umzug eines Strategiespiels auf Konsole nicht unbedingt mit verknoteten Fingern enden muss. Auch wenn ein paar nervige Ungereimtheiten aus den Vorgängern bestehen bleiben, so nimmt Tropico unter all den eher mäßigen Strategiespielen auf der Konsole mit Leichtigkeit den Königsplatz ein.

8.5
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