Bewertung und Eindrücke

Blasphemous

Erschienen am 10. September 2019 für Nintendo Switch, PC, PlayStation und Xbox.

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Gemälde in 16-Bit

Wer auf Videospiel-Grafik der 90er Jahre steht, wird hier sehr gut bedient. Überall findet ihr prachtvolle, künstlerisch gestaltete Landschaften im bewährten Retro-Pixel-Charme. Auch wenn die Motive sehr morbide anmuten, das spanische Entwicklerteam von The Game Kitchen hat hier ganze Arbeit geleistet.

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Nur der bußfertige Mann kann bestehen

Die Geschichte des Spiels ist kurz und knackig erzählt. Das Land Cvstodia wird von dem Mirakel, einem gottähnlichen Wesen, verflucht. Fortan schreiten die Seelen der Bewohner, gepeinigt von Schmerz und Reue, rastlos umher. Euer namenloser Held, betitelt als “Der Bußfertige”, ist auserkoren, den Kreislauf des andauernden Leids zu durchbrechen.

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Inspiration durch Religion

Die Entwickler ließen sich reichlich inspirieren durch Geschehnisse und Vorstellungen in Religionsthemen. So trägt der Held einen Helm, dessen Design an die spanische Inquisition erinnert. Der Griff eures Schwerts ziert eine Jesusfigur. Ihr findet Marienbilder, Altarräume und vieles weitere, dessen Ursprung im katholischen Glauben liegt. Eventuell mag das dem einen oder anderen bibeltreuen Christen nicht gefallen.

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Riesige Welt - Backtracking

Die Gebiete von Cvstodia sind vollständig miteinander verbunden. Wie es für ein Metroidvania typisch ist, findet ihr immer wieder Abschnitte, an denen ihr erst weiter kommt, wenn ihr einen bestimmten Gegenstand oder eine Fähigkeit erlangt habt. Um Wege abzukürzen, gibt es einige Warp-Portale. Ansonsten müsst ihr auch immer wieder lange Strecken hin- und herlaufen und bereits passierte Ebenen erneut durchspielen.

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Hoher Schwierigkeitsgrad

Blasphemous ist kein Zuckerschlecken. Mancher Volltreffer kostet euch mitunter gleich die Hälfte eures Lebensbalkens. Es gilt also, geschickt auszuweichen, im richtigen Moment zu kontern und eure Fähigkeiten gezielt zu verbessern. Solltet ihr sterben, und das werdet ihr reichlich, müsst ihr erst an den Ort eures Ablebens zurück, um dort Buße zu tun, damit ihr wieder volle Stärke erhaltet.

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Mitunter unfair

Das Gameplay ist flüssig und die Eingaben gehen präzise von der Hand. Aber es gibt auch Momente, in denen euch all euer Geschick nicht weiterhilft. Gegner umzingeln euch und hauen gleichzeitig zu, sie verursachen mehrfachen Schaden. Ausweichen funktioniert dann nicht. Oftmals werdet ihr bei der Einnahme von Medizin bereits wieder getroffen, weil die Animation recht lange dauert, womit der lebensspendende Effekt gleich null ist.

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Fazit

The Game Kitchen haben mit Blasphemous ein bildlich sehr eindrucksvolles Spiel geschaffen. Gepaart mit dem knackigen Schwierigkeitsgrad werdet ihr viele Stunden gefordert sein. Etwas stören wir uns an dem recht häufigen Zurücklaufen in absolvierte Abschnitte und den teilweise unfairen Stellen. Wen auch 1000 Tode nicht abschrecken, bekommt hier ein gut spielbares, stimmungsvolles Metroidvania mit einer gehörigen Prise Dark Souls.

8
Bewertung

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