Eindr├╝cke

Schwieriger Start

Bereits vor 11 Jahren f├╝r PC und Xbox 360 angek├╝ndigt, blieb es lange ruhig um Kingdom Under Fire 2. Auf der Gamescom 2015 tauchte der Genre-Mix aus Korea schlie├člich wieder auf und durfte sich des Titels “Most Innovative” im Anschluss der Messe r├╝hmen. Urspr├╝nglich als Free-to-Play angek├╝ndigt, durchlief das Spiel zwei l├Ąngere Open-Beta-Phasen in den L├Ąndern Korea und Russland, verfehlte jedoch einen Full-Release. Eine Ver├Âffentlichung des Spiels in unseren Breitengraden schien somit am seidenen Faden zu h├Ąngen.

├ťberraschung

Im Juli enth├╝llte der deutsche Publisher Gameforge, bekannt durch Spiele wie AION oder Tera, ├╝berraschenderweise, dass f├╝r Kingdom Under Fire 2 noch im selben Jahr eine Ver├Âffentlichung in Europa und Nord-Amerika geplant sei. Der Genre-Hybrid ├╝berspringt dieses mal jedoch den Beta-Status und startet am 14. November als ein Buy-to-Play-Titel, f├╝r welchen ihr mindestens 30 Euro einplanen solltet.

Es herrscht Krieg

Im Lande Bersia tobt ein erbitterter Kampf um die Vorherrschaft, gef├╝hrt zwischen drei m├Ąchtigen Fraktionen. Der Spieler kann den Krieg mit einer Kombination aus spielerfokusiertem Gameplay sowie der Befehligung von ganzen Armeen in Echtzeit beeinflussen. Erg├Ąnzend zu dem ungew├Âhnlichen MMO- und Echtzeitstrategie-Mix gesellt sich eine rollenspieltypische Geschichte um die Rettung der Welt.

Die Klassen

Der Spieler w├Ąhlt zu Beginn aus f├╝nf verschiedenen Klassen seine favorisierte Rolle aus: Gunslinger, Spellsword, Berserker, Ranger und Elementalist. Es ist wichtig zu beachten, ob man eher die Massen von Gegnern auf dem Schlachtfeld mit gro├čfl├Ąchigen Angriffen kontrollieren oder doch lieber einzelnen schwer beizukommenden Gegnern schnell den Gar ausmachen m├Âchte. Die Statistiken am unteren rechten Rand bieten hierbei eine Entscheidungshilfe an.

Gewohnte Kost

Meist l├Ąuft der Spieler alleine durch die Gegend und nimmt verschiedene Auftr├Ąge an, welche nach und nach abgearbeitet werden k├Ânnen. Diese erstrecken sich von “Sammel 10 mal X” ├╝ber “T├Âte 5 mal X” bis “Sprich mit X” und d├╝rften den meisten MMORPG-Veteranen sehr bekannt vorkommen. In regelm├Ą├čigen Abst├Ąnden folgen gr├Â├čere und storyrelevante Missionen, die dann auch im Koop mit bis zu vier Spielern bestritten werden k├Ânnen und meist in gr├Â├čer angelegten Schlachten m├╝nden.

Angriff!

Innerhalb der recht monumental wirkenden Schlachten befehligt jeder Spieler bis zu drei Einheiten, inklusive deren Spezial-Skills. Hierzu kann von der Third-Person-Sicht mit einem Tastendruck in die Strategieansicht gewechselt werden, um sich einen besseren ├ťberblick ├╝ber das Schlachtfeld zu beschaffen. Sind die Einheiten erstmal befehligt, so kann der Spieler mit einem weiteren Tastendruck Tod und Verderben in die gegnerischen Reihen bringen – ├Ąhnlich einem Dynasty Warrior.

Wie sieht das Endgame aus?

Die eigene Armee kann aus 80 verschiedenen Einheiten zusammengestellt werden und reicht von klassischen Bogensch├╝tzen bis zu riesigen Belagerungsskorpionen. Diese k├Ânnen, wie auch der Spieler selbst, bis auf Level 30 gebracht und im Anschluss durch Runen weiter verbessert werden. Des Weiteren bietet das Spiel ├╝ber 50 einzigartige Missionen an. Auch Raids, spielbar mit bis zu 8 Mitstreitern, k├Ânnen t├Ąglich absolviert werden. Hier soll es sehr wichtig sein, die einzelnen Armeen auf die Herausforderung abzustimmen, um erfolgreich vom Schlachtfeld zu gehen.

Zeit f├╝r ein Duell!

Neben den bereits erw├Ąhnten M├Âglichkeiten des kooperativen Spielens, wird auch den kompetitiven Aspekten Sorge getragen. Es kann vom klassischem Duell bis zum “Drei gegen Drei” gew├Ąhlt und entweder einzeln oder mit seinen Armeen ausgetragen werden. Ob sich solche K├Ąmpfe zu einem Esport mausern k├Ânnten, wollte Gameforge nicht ausschlie├čen und w├╝rde es bei gen├╝gend Nachfrage durchaus unterst├╝tzen.

Ausblick

Kingdom Under Fire 2 ist eine der ungew├Âhnlichsten Genre-Kombinationen der letzten Jahre und beweist ungewohnten Mut innerhalb einer Branche, die eher auf Sicherheit statt Experimente setzt. Das Spiel bietet eine wirklich einzigartige neue Spielerfahrung an und l├Ąsst durchaus Potenzial durchblicken. Leider erkennt man hier und da die Altersflecken aus der langen Entwicklung und w├Ąhrend die Schlachten wirklich Spa├č machen, so macht uns der etwas altmodische MMORPG-Teil noch ein wenig Sorgen. Wir bleiben gespannt!

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