Veronika

Veronika Hock

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Valdi und die vier Jahreszeiten

In Ary and the Secret of Seasons schlüpfen Spieler in die Rolle von Ary(elle), einem kleinen Mädchen, das in der Welt von Valdi lebt. Valdi ist in vier Regionen geteilt, die jeweils einer Jahreszeit zuzuordnen sind. Kreiert wurde diese Welt mithilfe der Unity Engine und ist in ihrem Detailgrad, aber auch in ihrer schieren Größe für ein Indie-Spiel sehr beeindruckend. Besonders die Städte, die Ary bereist, weisen viel Liebe zum Detail auf und laden zum Erkunden ein.

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Frost im Sommer? Kein Problem!

Dreh- und Angelpunkt bezüglich des Gamesplays sind die Jahreszeiten. Mithilfe von Sphären kann Ary diese manipulieren und so beispielsweise Eis mitten in den Sommer zaubern. Diese Fähigkeiten sind nicht nur im Kampf gegen fiese Gegner und beim Lösen von Rätseln hilfreich, sondern auch bei der Entdeckung zahlreicher versteckter Truhen.

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Figuren zum Knuddeln

Wenn es um die Storytelling geht, kann Ary and the Secret of Seasons glänzen. Als Heldin der Geschichte muss Ary buchstäblich im Alleingang ganz Valdi vor einem bösen Magier retten. Ähnlich wie bei den großen Vorbildern Disney und Pixar Studios wechseln sich dramatische und witzige Momente ab. Die Animationen und besonders die Mimik sind liebevoll gestaltet, auch wenn in-game-Animationen deutlich hinter Cutscenes zurückbleiben.

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Bugs, Glitches ...

Leider hapert es bei Ary and the Secret of Seasons in punkto Ausführung. Das Spiel lief auf der Playstation 4 eher bescheiden. So ärgerten uns Bildfehler und Grafikglitches beispielsweise bei der Nutzung der so zentralen Jahreszeitensphären. Die Kamera zoomt stellenweise sehr weit vom Geschehen weg, sodass komplexere Sprungpassagen besonders ohne vorhandenen Schatten oft in Fehleinschätzung und Frust resultieren.

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... und noch mehr Fehler

Noch gravierender waren jedoch Bugs, die uns das Spiel zum wiederholten Mal beenden und laden lassen mussten. Sei es, dass Gegner vom Spiel trotz ihres Todes noch als vorhanden deklariert wurden und es so nicht voranging oder das gänzliche Verschwinden unseres Avatars Ary. Auch eine Quest wollte trotz Abschluss (in einer Cutscene!) nicht verschwinden. Hier hätte das Spiel deutlich mehr Zeit in der Entwicklung gebraucht.

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Muss es immer eine Open World sein?

In Ary and the Secret of Seasons haben wir es mit einer Open World zu tun. Diese ist aber – bis auf die versteckten Truhen, einige Collectibles, überspringbare Gegner und unnötige Nebensquests – leer. Es wird nicht klar, wozu man Nebenquests oder Gegner erledigen soll, Erfahrungspunkte gibt es dadurch ebenso wenig wie andere Belohnungen. Wirklich schade, denn wir hätten lieber mehr über Valdi und dessen Geschichte erfahren!

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Lebenslanges Lernen

Spieler können Arys Fähigkeiten im Verlauf des Spiels bei einem Lehrmeister aufwerten. Das geschieht mit Münzen und bezieht sich ausschließlich auf ihre Kampffähigkeiten. Da die Kämpfe jedoch mit wenigen Ausnahmen reiner Zeitvertreib sind, schien es uns müßig, unser Geld dafür auszugeben. Denn die Bosse sind zum Teil gescripted, sodass man ihnen nur eine gewisse Menge Schaden auf einmal zufügen kann – die Aufwertung von Schaden nützt da recht wenig.

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Fazit: Ein Rohdiamant

Ary and the Secret of Seasons hat gute Ideen, eine spannende Welt, wunderschönes Design und ein ganz besonders Gameplay zu bieten. Bedauerlicherweise fehlt dem Spiel eine Menge Feinschliff. Kleine Unstimmigkeiten hätten die Entwickler von eXiin und Fishing Cactus vermeiden können, größere Fehler sogar müssen. Ein Spiel, bei dem man bis zum Ende darum bangen muss, ob man nicht doch irgendwo stecken bleibt und nicht mehr weiter spielen kann, macht wenig Spaß.

6.5
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