Veronika

Veronika Hock

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Ich wär so gern ein Wombat

Die grundlegende Spielmechanik ist schnell erklärt: Als Spieler steuern wir einen Wolf durch die Spielwelt und jagen Storyschnipseln hinterher. Das Besondere: Unser Wolf hat die Fähigkeit in die Haut anderer Tiere zu schlüpfen. So können wir als Wombat durch niedrige Tunnel schlüpfen, als Vogel fliegen und als Fisch die Unterwasserwelt erkunden. Die Wechsel erfolgen fließend und so generiert das Spiel eine gleichförmige Bewegung durch das Spiel ohne große Hindernisse.

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Was ist hier nur passiert?

Treibende Kraft von Lost Ember ist die Story. Gemeinsam mit einer verirrten Seele führt uns unser Weg durch atemberaubende Natur und Reste einer untergegangenen Kultur. Hinter allem steht die Frage, was in der Vergangenheit passiert ist: Welches Schicksal ereilte das Volk der Yan’ran, der Machu’ruku, aber vor allem auch uns selbst in unserem früheren Leben? Die emotionale Geschichte ist eindrücklich erzählt und hält einige Wendungen bereit.

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Innehalten

Die malerische Landschaft von Lost Ember ist eines seiner großen Stärken. Kraftvolle Farben, Flüsse, paradiesische Ausblicke – all das schafft Abwechslung und lädt immer wieder zum Staunen ein. Obwohl Lost Ember eine eher traurige Geschichte erzählt, bleibt es in seiner Art immer optimistisch. Das drückt sich sowohl in der Erzählweise als auch dem Design aus.

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Einfach mal lauschen

Sound und Musik von Lost Ember können sich wirklich hören lassen. Die deutsche Synchronisation ist selten gut gelungen. Auch wenn sich gelegentlich ein paar Sätze überschneiden oder die Abmischung von Musik und Stimmen nicht ideal ist, tut das der Qualität insgesamt keinen Abbruch. Der Soundtrack untermalt die Reise sanft und unaufdringlich.

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Zurück in der Realität

Einzig wirklich störend empfanden wir beim Test auf der PS4 einige Performance-Probleme. Framerate-Einbrüche und Ruckler durchbrechen die so behutsam geschaffene Immersion und den spielerischen Flow. Ab und zu war auch die von Tier zu Tier variierende Steuerung etwas holprig und unsere Bewegung endete plötzlich beim Zusammenstoß mit einer natürlichen Grenze.

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Mit großen Vorbildern messen

Lost Ember hat mindestens ein deutliches Vorbild: Das mehrfach ausgezeichnete Indie-Spiel Journey. Besonders am Ende ist die Parallele nicht übersehbar – und leider mag sie nicht ganz zum Gameplay passen. Hier wird das Tempo des Spiels recht abrupt sehr stark gedrosselt. Der Abschnitt vor dem finalen Höhepunkt fühlte sich dadurch etwas mühsam an.

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Fazit: Ein wunderschönes Story-Spiel mit kleinen Schönheitsfehlern

Lost Ember ist in der Tradition von Journey oder Abzu ebenso wunderschön anzusehen und spielt sich sehr angenehm. Ohne viel Schnickschnack lässt das Spiel der Story ihren Raum – und das ist gut so. Wer sich von all den Open Worlds und Quests eine Pause gönnen möchte, sollte der Welt von Lost Ember einen Besuch abstatten und sich auf virtuelle Selbstfindungsreise begeben.

8.5
Bewertung

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