Mike Wichmann

Mike Wichmann

Gaming-Veteran aus dem schönen Naheland, der nicht nur ein kühles Blondes, sondern auch knüppelharte Spiele sowie herzerweichende Walkingsimulatoren zu schätzen weiß.

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Die Lasten vergangener Tage

Auch in Part II bleibt die Welt ein postapokalyptisches Horrorszenario, bevölkert von äußerst brutalen Zombies und nicht weniger gewalttätigen Überlebenden. Joel und Ellie leben in der Zuflucht Jackson County, welches mittlerweile zu einer blühenden Stadt angewachsen ist. Trotz Schwierigkeiten in der entstandenen Vater-Tochter-Beziehung ist das Leben gut – bis die Vergangenheit beide auf äußerst brutale Weise wieder einholt.

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Eine mutige Entscheidung

Ohne zu viel verraten zu wollen, werft eure Erwartungen an eine klassische Fortsetzung sofort über Bord: The Last of Us Part II ist nicht Joels Geschichte, sondern Ellies. Diese mutige Entscheidung – bei weitem nicht die einzige – ist die logische Schlussfolgerung aus dem Ende des ersten Teils und zeugt von Mut, welcher sonstigen Sequels meist völlig fehlt. Wer sich also eine Kopie in “größer, schneller, weiter” gewünscht hatte, sollte hiermit nun belehrt sein.

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Wer schneidet hier denn Zwiebeln?

Wie bereits im Vorgänger führt euch Entwickler Naughty Dog auch dieses Mal wieder durch eine inszenatorisch makellose Achterbahnfahrt der Gefühle. Die absolut beeindruckende Mimik, Gestik sowie Leistung der Synchronsprecher kann hierbei nicht oft genug betont werden und auch die herzergreifende Geschichte weiß bis zuletzt zu fesseln. So wachsen euch die Charaktere immer mehr ans Herz und ihre Schicksale berühren, wie nur selten in einem Videospiel. Seid gewarnt, denn Part II ist Zwiebelschneiden in Reinform.

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Freiheit, die weh tut

The Last of Us Part II überzeugt mit einer wunderschönen Semi-Open-World, die die verschiedenen großräumigen Gebiete mit einem Schlauchsystem verbindet. So bleibt euch genug Freiraum zum Entdecken von Geheimnissen oder dem Taktieren bei Feindkontakt, ohne zu lange von der eigentlichen Story abzulenken. Des Weiteren ist die heruntergekommene Umgebung derart detailreich und bedrückend schön, sodass ihr von einem “Wow”-Moment in den nächsten rutscht.

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Schleichen, Kämpfen, Sterben

Auch dieses Mal liegt der Fokus auf dem geschickten Vorgehen und der Berücksichtigung von Gegnereigenschaften: Eine Patrouille mit Wachhund benötigt ein anderes Vorgehen als eine Zombie-Kombi aus Clicker und Runner. Neu ist die Schleichansicht, die Gegner in Hörreichweite hervorhebt. Bei Entdeckung helfen Pistole, Molotow oder sogar Pfeil und Bogen, um das eigene Überleben zu sichern. Nicht selten endet dies jedoch in einer brutalen Todesszene – Wegrennen ist also auch eine Option.

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Pimp my Ellie

Deutlich aufgewertet wurde das Levelsystem, welches dieses Mal mehr Skilltress zur Verfügung stellt und einen merklichen Einfluss auf das Gameplay nimmt. Um diese allerdings freizuschalten, gilt es in der weitläufigen Umgebung die Augen aufzuhalten. Waffenplatzerweiterungen müssen erst gefunden werden, um auf die Schnellauswahl zugreifen zu können. Auch Waffen genießen an den Werkbänken nun mehr Optionen zur Aufwertung.

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Vorreiter der Gamingbranche

Entwickler Naughty Dog beweist dort Mut, wo sich andere Branchenvertreter bloß nicht mit der potenziellen Kundschaft anlegen wollen. Auch wenn Ellies Homosexualität bereits im vorigen DLC angesprochen wurde, so scheinen immer noch einige Menschen ein Problem damit zu haben. The Last of Us Part II ist genau deshalb so wichtig im Kampf gegen Homophobie, denn obwohl wir das Jahr 2020 haben, scheinen manche Gamer noch immer in der Steinzeit zu leben. Respekt Naughty Dog!

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Einziger Wermutstropfen

Wie bereits im Vorgänger verwundert auch dieses Mal wieder die unnötig verkomplizierte Steuerung. Auch wenn diese mit Fortschreiten der Story immer besser von der Hand geht, so bedarf es doch einiger Umgewöhnung im Hinblick auf die sonst so gültigen Steuerungskonventionen in der Gaming-Branche. Zusätzlich wirkt die Story an manchen Stellen unnötig gestreckt und hätte etwas Entzerrung vertragen können. Alles jedoch Meckern auf hohem Niveau.

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Spiel des Jahres?

The Last of Us Part II ist das fast perfekte Spiel und ein heißer Anwärter für das beste Spiel der Dekade. Viel wichtiger als dies ist jedoch das Zeichen, welches Entwickler Naughty Dog mit seiner Heldin Ellie setzt. Schmeckt nicht jedem, sollte es aber. Trotz minimalen Abzügen in der B-Note, stellt The Last of Us Part II neue Maßstäbe auf, an denen sich zukünftige Entwickler erstmal messen lassen müssen.

9.5
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Der Umfang

Die Command & Conquer Remastered Collection umfasst die ersten zwei Titel des berühmten Franchises. Während es in dem ersten Teil noch um einen fiktiven Krieg zwischen der Bruderschaft von Nod und der GDI geht, stehen sich im Folgetitel Red Alert die Alliierten und die Sowjetunion in einem heißen Krieg gegenüber. Mit vier Kampagnen, Skirmish-Modi und Multiplayer fesseln die Spiele 20 bis 40 Stunden.

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Aus Alt mach Neu

Da seit den Veröffentlichungen in den Jahren 1995 und 1996 schon etliche Monde vergangen sind, unterzogen die Entwickler beide Titel kleinen Schönheitskorrekturen. Diese waren auch bitter nötig, denn ein Druck auf die Leertaste zeigt, welch visuelle Strapazen wir Kinder aus den 90ern aushalten mussten. Trotz Überarbeitung dürfte Command & Conquer Remastered dennoch keine Miss-Wahlen gewinnen.

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Team NOD oder Team GDI?

Wie bereits erwähnt, bieten beide Klassiker für jede Konfliktpartei eine eigenständige Kampagne sowie unterschiedliche Einheitentypen. Auch die damals revolutionären Action-Zwischensequenzen, zuzüglich der berühmt trashigen Schauspielerei sind wieder mit an Bord. Leider sorgte die Generalüberholung für keine große Aufwertung – abgeschreckte Neueinsteiger können diese Nostalgiekeule jedoch überspingen.

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Eine Prise Frische

Im Gegensatz zu vollständigen Remakes, wie beispielsweise Final Fantasy VII, ist die C&C-Collection keine Komplettüberarbeitung. Dennoch gibt es kleinere Komfortverbesserungen beim Gameplay, die das Spiel noch ein wenig mehr in Richtung 2020 ziehen. Auch Bonusmaterial, welches einen Einblick in die damalige Produktion bietet, ist ein angenehmer Zusatz. Das Beste kommt jedoch zum Schluss: C&C ist Uncut.

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Alte Stärken...

Der knackig schnelle Basisaufbau, das dynamische RTS-Gameplay sowie der schweißtreibende Kampf um jedes Ressourcen-Feld funktionieren heute wie damals. Wenn man sich vor Augen führt, dass viele der heute typischen RTS-Mechaniken auf C&C zurückzuführen sind, gesellt sich zum Gefühl der Nostalgie noch eine gehörige Portion Respekt – schließlich sind die Spiele ein Vierteljahrhundert alt!

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...alte Schwächen

Leider gesellen sich zu den Stärken der beiden Klassiker auch die damaligen Unzulänglichkeiten, wie beispielsweise die katastrophale Wegfindung von bereits mittelgroßen Einheitengruppen. Trotz einiger Verbesserungen im Bereich der Nutzerfreundlichkeit und KI der Einheiten, nehmen immer noch ganze Bataillone lieber die “Abkürzung” durch die Frontreihe, anstatt den Befehlen des Oberbefehlshabers zu gehorchen und erst die Kraftwerke auszuschalten.

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Schwer, schwerer, C&C

Vergleichbar mit den humanen Nachfolgewerken, stellen die beiden C&C-Beginner eine wirkliche Herausforderung dar. Selbst auf Normal ist der Computer ein fieser Gegner, der mit Massen von Einheiten in Dauerschleife eure Basis und – das macht er noch lieber – eure Sammler angreift oder die Infanterie überfährt. Die Lernkurve bleibt also steil und könnte bei heutigen RTS-Standarts für Neueinsteiger ungewöhnlich steinig wirken.

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Wiederauferstehung oder Kadaverschau?

Die Command & Conquer Remastered Collection bringt die Stärken der damaligen RTS-Meilensteine in neuem Grafikgewand zurück und überzeugt mit seinem immer noch toll funktionierendem Gameplay und fettem Umfang. Leider leiden beide Games noch immer an einer frustrierenden Wegfindung und Computer, die an masochistische Online-Gegner erinnern. Trotz saftiger Nostalgieschelle sollten auch Neueinsteiger einen Blick in die Vergangenheit wagen.

8
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