Mike Wichmann

Mike Wichmann

Gaming-Veteran aus dem schönen Naheland, der nicht nur ein kühles Blondes, sondern auch knüppelharte Spiele sowie herzerweichende Walkingsimulatoren zu schätzen weiß.

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Weltmachtfantasien eines Untoten

Um die bevorstehende Niederlage des Dritten Reichs abzuwenden, befahl Hitler im Jahr 1945 die Anwendung von Plan Z. Anstelle der Vernichtung seiner Feinde, kommt es zu einer Zombie-Apokalypse, die als einziges Ziel die Vernichtung der Menschheit hat. Obwohl der Untote-Hitler im vorigen Teil bereits in die Hölle geschickt wurde, scheint sich in Italien etwas Schreckliches anzukündigen. Der Widerstand macht sich bereit für den finalen Kampf gegen die Horden der Unterwelt.

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Bella Italia mit Endzeit-Flair

Bis auf einen kurzen Ausflug nach Kroatien kämpft ihr euch in der Kampagne vorwiegend durch das einst so schöne Italien – letzter freier Zipfel des europäischen Kontinents. In den bereits von Zombies überrannten Randgebieten herrscht das Recht der Verwesung und nur hartgesottene Krieger trauen sich hier ihren Urlaub zu verbringen. Von den Kanälen in Venedig über die Wälder Sardiniens bis zum Vulkan in Neapel, Zombie Army 4 bietet visuelle Abwechslung und weiß die jeweiligen kulturellen Eigenheiten geschickt einzubinden.

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80iger-B-Movie für den Feierabend

Die Story kann als Beiwerk betrachtet werden, um den Spieler von Szenario zu Szenario schicken zu können. Wie in einem 80er-Zombiefilm ist es allerdings nicht die Story, wegen der die Leute kommen, sondern wegen des Splatter-Faktors, den fetten Synthiesounds und einer Menge Humor. Diese Kombination sorgt für ein spaßiges B-Movie-Flair und wirkt wie ein gutes Feierabendbier für den gestressten Gamer und kann dank des hohen Umfangs lange ans Pad fesseln.

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Mit Gewalt die Karriereleiter hoch

Zombie Army 4 verfügt über ein Levelsystem, welches fleißige Leichenfledderer mit freischaltbaren Perks, Spezialisierungen sowie diverse Skins und Emotes beschenkt. Nach und nach schaltet ihr Fähigkeiten frei, die den eigenen Spielstil unterstützen und eine Individualisierung zulassen. So könnt ihr beispielsweise einen heilenden Nahkampfangriff nutzen, montierte schwere Waffen abnehmen oder mehr Granaten mitnehmen. Im sogenannten Wehrpass wird nicht nur euer Level, sondern auch die bisherigen Leistungen verzeichnet sowie in einer Rangliste festgehalten.

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Upgrades für den Zombie-Jäger

Neben dem angesprochenen Levelsystem bietet die Waffenauswahl sowie deren Anpassungsmöglichkeiten einen weiteren Grad an Individualisierung an. Insgesamt gibt es drei Waffen-Slots, die grob unterteilt in Fern- und Nahkampf sowie einem zusätzlichen Pistolenplatz unterschieden werden. Hier kann zwischen Schrotflinten, Thompson Guns und der berühmten Mosin Nagant nach Lust und Laune ausgewählt werden. Mit dem im Laufe des Spiels gesammelten Upgrades können diese dann aufgelevelt und mit allerhand nützlichen Zusätzen versehen werden.

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Fordernde Zombie-Metzelei

Die schiere Masse an Untoten erfordert neben einem fleißigen Zeigefinger auch das geschickte Einsetzen von Stolperfallen, Minen und Granaten. Auch die in der Umwelt verteilten Fässer, Turbinen oder Elektrozäune sind bitter nötig, um die Kontrolle zu behalten. Des Weiteren erfordern die verschiedenen Gegnertypen unterschiedliche Tötungstaktiken, welche ihr euch im Laufe des Spiels Schritt für Schritt aneignet und perfektioniert.

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Koop-Action mit Spaßgarantie

Das Herzstück von Zombie Army 4 ist der Multiplayer-Part, in welchem insgesamt vier Spieler gemeinsam die Strapazen des Krieges aufnehmen und das Leid teilen können. Dies macht nicht nur mehr Spaß, sondern senkt auch den für Solo-Spieler nicht unerheblichen Schwierigkeitsgrad ungemein. Eine Kombination aus gepanzerten Gegnern, Zombies, Spuckern und Scharfschützen können schon gefährlich werden, wenn jedoch noch ein Höllenpanzer dazu kommt, dann freut man sich über jede helfende Hand.

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Die Horde

Neben der Kampagne gibt es noch einen Horde-Modus, der an das Pendant aus dem „Call of Duty“-Franchise erinnert, jedoch im Detail etwas anders funktioniert. Wie üblich steigt mit jeder besiegten Gegnerwelle der Schwierigkeitsgrad und Teamwork ist der Schlüssel zum Überleben. Wer die Punkte und Erfahrung mitnehmen möchte, der kann gemeinsam mit dem Team das Spiel nach dem Erreichen einer bestimmten Wellenanzahl durch den Notausgang verlassen. Für eine höhere Score muss jedoch auch das Risiko steigen.

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Abstriche in der Z-Note

Menschen, die Tiefgang suchen, werden mit der flachen Story nicht warm werden. Und auch wenn Zombie Army 4 mehr Abwechslung im Gameplay sowie Missionsstruktur bietet als die Konkurrenz, geht dem Spiel gerade gegen Ende die Luft ein wenig aus. Der große Umfang ist in Kombination mit dem relativ simplen Ziel alles und jeden wegzuputzen somit Segen und Fluch zugleich. Auch die Steuerung ist für Neuankömmlinge etwas gewöhnungsbedürftig, da die Tastenbelegung an manchen Stellen unnötigerweise verkompliziert wirkt.

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Volltreffer ins Spaßzentrum

Natürlich ist das Spiel nicht für jeden geeignet und tiefgründige Zeitgenossen werden bei so viel Gewalt und Humbug gelangweilt die Augen verdrehen. Für diejenigen unter euch aber, die einer gepflegten Zombie-Ballerei mit viel Action, Splatter und Humor nicht abgeneigt gegenüber stehen und bereits mit dem Zombie-Modus aus Call of Duty oder Left 4 Dead viel Spaß hatten, ist Zombie Army 4: Dead War ein Volltreffer ins Spaßzentrum.

8.5
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